20.2.2026 Was wünschen sich die Bürger:innen in Bezug auf Klimaschutz?

Gemäß einer Umfrage im letzten November[1] ist den Bundesbürger:innen der Schutz von Umwelt und Klima immer noch wichtig. Die Erderhitzung könnte schon in sehr naher Zukunft unsere Umwelt in einem noch nie dagewesen Tempo massiv verändern. Der Prozess hat schon begonnen. Dies droht uns die Lebensgrundlage zu entziehen. Um dem entgegenzusteuern, muss gehandelt werden, auf allen Ebenen, von global bis lokal. Dennoch fallen die umgesetzten Maßnahmen zunehmend hinter dem erforderliche Soll zurück. Wie einige der Passant:innen an der Römerpassage am 20.2. es ausdrückten: „Man weiß gar nicht, wo man anfangen soll“. Hier hatten wir einen Stand aufgestellt, um die Bürger:innen nach ihren Prioritäten zu fragen: „Welche Maßnahme ist Ihrer Ansicht nach die dringendste, wenn es um den Klimawandel und die Erderhitzung geht?“ Obwohl viele bei dem kalten Wetter doch lieber schnell ins Warme wollten, kam es auf diese Frage hin auch zu längeren Gesprächen, in denen teilweise kontrovers diskutiert wurde. Einige der Gesprächspartner:innen haben ihre Wünsche auf Zettel geschrieben, die auf eine RLP-Karte gepinnt wurden. 

Auf den Zetteln finden sich die verschiedensten Maßnahmen: Verringerung des CO2-Ausstoßes im Verkehr durch Stärkung des ÖPNV und Ausbau von Ladesäuleninfrastruktur, um den Anteil von E-Autos zu erhöhen. Einige sprachen sich für weniger Autos in der Innenstadt und weniger Ausbau von Autobahnen aus – also eine gewissen Abkehr vom Individualverkehr, auch in Bezug auf Flugreisen. Auch der Ausbau von Photovoltaik als alternative Stromquelle wurde für sehr wichtig gehalten.

Sorgen machten sich einige um die Lebensqualität in der Stadt bei der in Zukunft steigenden Häufigkeit von Hitzetagen. Als Lösungsmöglichkeiten wurden hier Begrünung, mehr Bäume und Trinkbrunnen, weniger Versiegelung und die Etablierung einer/eines Hitzebeauftragten genannt.

Auch generelle Nachhaltigkeit z.B durch mehr Reparaturmöglichkeiten wurde gefordert.

Diese Themen sollten im Wahlkampf und der Regierungsbildung auf keinen Fall aus den Augen verloren werden – zu unser aller Wohl.


[1] https://www.umweltbundesamt.de/presse/pressemitteilungen/studie-umweltbewusstsein-vielfaeltige-krisen