Über uns

Wir sind eine Gruppe von Wissenschaftler:innen verschiedener Fachrichtungen aus der Region Mainz/Wiesbaden, die für den Schutz des Klimas eintreten. Damit gehören wir zu über 26 000 Menschen aus der Wissenschaft, die im März 2019 die Stellungnahme der Scientists4Future unterzeichnet haben. Aktuell verursachen menschliches Handeln und Wirtschaften gefährliche und unumkehrbare Veränderungen unseres Klimas und unserer Ökosysteme. Diese bedrohen unser aller Wohlergehen und die Zukunft menschlichen Lebens auf der Erde. Auf Grundlage gesicherter wissenschaftlicher Erkenntnisse sagen wir: Die derzeitigen Maßnahmen zum Klima-, Arten-, Wald-, Meeres- und Bodenschutz reichen bei weitem nicht aus. Ehrgeizige und robuste politische Maßnahmen sind notwendig, um die Treibhausgasemissionen aus fossilen Brennstoffen möglichst schnell zu reduzieren und um die Erholung der Ökosysteme zu unterstützen.

Unseren Auftrag sehen wir darin, wissenschaftliche Erkenntnisse zu wirksamen Klimaschutz Mitbürger:innen, Entscheidungsträger:innen und Journalist:innen zu vermitteln. Dazu organisieren wir Podiumsdiskussionen und Workshops, Infostände, weitere Veranstaltungen und kooperieren mit Klimaschutz-Gruppen wie Students4Future, Fridays4Future & Parents4Future. Jetzt muss gehandelt werden!

Aktive

Transparenzhinweis: Mitglieder mit Parteizugehörigkeit nehmen während Wahlkampfzeiten von inhaltlicher Arbeit Abstand.

Isabell Zipperle

Koordination

Es kommt auf uns alle an. Privater Konsum macht einen signifikanten Anteil unserer jährlichen CO2-Emissionen aus. Als Verhaltensökonomin beschäftige ich mich u.a. mit der Frage, wie sich Umweltverhalten entwickelt und wie es beinflusst werden kann. Dazu will ich auch mit meiner Arbeit bei Scientists for Future beitragen. Denn eines ist klar: Den Klimawandel können wir nur gemeinsam aufhalten.

Fachbereich: Wirtschaftswissenschaften (JGU Mainz)
Spezialisierung: Umweltverhalten

Dr. Moritz Mann

Finanzwart, stellvertretender Koordinator

Die bisherigen politischen Maßnahmen zur Abwendung der Klimakrise reichen bei weitem nicht aus und zukünftige klimapolitische Ziele der Regierung sind zu niedrig gesteckt. Ich denke, dass gerade Fachleute mehr in der Öffentlichkeit wahrgenommen werden und informieren sollten, um die FFF-Bewegung zu unterstützen und um Politik und Gesellschaft zum Handeln zu motivieren.

Fachbereich: Chemie (JGU Mainz)
Spezialisierung: Chemische Analyse von atmosphärischen Aerosolpartikeln und Spurengasen/ Elektrosynthese

Roland Jan-Reiner Bednarz

Koordination, Klima-
Wahlcheck RLP

Die Klimakrise ist lebensbedrohlich! Trotzdem hört die Politik meist immernoch auf den Rat von interessensgetriebenen Lobbyist:innen, statt auf wissenschaftliche Erkenntnisse. Deswegen setze ich mich bei den Scientists for Future und in meiner Forschung über organische Elektrosynthese aktiv dafür ein, gemeinsam im Team Lösungswege zu erarbeiten, zu bewerten und vorzustellen. Ich hoffe, dass wir Menschen dadurch Perspektiven aufzeigen und Hoffnung machen können. Werdet mit uns laut!

Fachbereich: Chemie (JGU Mainz)
Spezialisierung: Elektrosynthese

Werner Braun

Verkehrswende (z.B. VHS-Vortrag, Auswertung der Wahlprogramme)

Als Diplom- Mathematiker interessieren mich wissenschaftliche Themen und derzeit insbesondere Details zur Klimakrise.

Dr. Johanna Ariane Kranz

Noch haben wir die Wahl gemeinsam Lösungen für die Klimakrise umzusetzen, das Klima zu schützen und uns an die Folgen anzupassen. Wir haben die Chance die Zukunft nachhaltiger und gerechter zu gestalten. Als Bildungsforscherin ist es mir ein großes Anliegen über diese Möglichkeiten zu informieren, aber auch effektive Handlungsmaßnahmen für ein Klima des Wandels mitzugestalten.

Arbeitgeber: Rheinland-Pfalz Kompetenzzentrum für Klimawandelfolgen
Spezialisierung: Klimabildung, Wissenschafts- und Klimakommunikation

Dr. Anselm Esser

Website

Meine Kinder sind im Jahr 2100 noch nicht mal 80 Jahre alt. Die Szenarien, die für diese Zeit vorhergesagt werden, sind erschreckend. Deshalb müssen wir es schaffen die schlimmsten Folgen der Klimakatastrophe abzuwenden. Es gibt keine zweite Chance.

Fachbereich: Kernphysik (JGU Mainz)
Spezialisierung: Elektronenstreuung

Timo Graffe

Zukunftsmodul, Projektkoordination

Die Klimakrise bedroht unsere menschliche Existenz. Die gute Nachricht ist, dass es noch nicht zu spät ist und jeder von uns die Möglichkeit hat, einen Teil zur gesellschaftlichen Transformation beizutragen. Wir leben in einer solchen privilegierten Welt, dass jeder sofort damit anfangen kann! Ein Bildungssystem, das Menschen zu Change Agents befähigt, spielt dabei eine Schlüsselrolle und kann als sozialer Kipppunkt einen großen Einfluss haben. Mit dem Zukunftsmodul versuche ich dafür einen Beitrag zu leisten und so unsere Uni zu einem Reallabor für eine nachhaltige Zukunft zu gestalten. Eine solche Transformation kann nur kooperativ erfolgen, weshalb die Arbeit in Gruppen wie den Scientists for Future enorm wichtig ist. 

Fachbereich: Institut für Physik (JGU Mainz)
Spezialisierung: Physikdidaktik

Details zur Forschung: Bildung für nachhaltige Entwicklung, Climate Literacy

Dipl.-Ing. Martin Hahn

Photovoltaikausbau

Als ich die Entwicklungskurven des CO2-Gehalts unseres Planeten 2019 betrachtete und begriff, dass hier ein gigantischer Regelkreis auf dem Weg in die Katastrophe ist, musste ich aktiv werden. Es gibt überhaupt keine Zeit mehr zu verlieren, doch die meisten Menschen haben es immer noch nicht verstanden, das erschüttert mich zutiefst. Längst hätten wir regenerative Energien um ein Vielfaches stärken müssen, nun brauchen wir noch weit mehr Tempo …

Arbeitgeber: DB Systel GmbH
Spezialisierung: Senior Data Engineer (Regenerative Energie)

Leonie Jungen

 

Während meiner Teilnahme an einem internationalen, interdisziplinären Projekt zum „Jahr ohne Sommer“ hat mir die Zusammenarbeit mit Studierenden und Forscher:innen aus anderen Wissenschaftsfeldern vor Augen geführt, wie einschneidend die gesamtgesellschaftlichen Auswirkungen von Klimakatastrophen in der Vergangenheit bereits waren und wie dringend wir jetzt handeln müssen – und zwar gemeinsam. Als Literaturwissenschaftlerin sehe ich es daher als meine Pflicht, die Klimadebatte mehr in die Literatur- und Kulturszene zu tragen.

Fachbereich: English and Linguistics (JGU Mainz)
Spezialisierung: Schottische Literatur und Kultur

Details zur Forschung: Nationale Identität, Narratologie, Gender Studies

Benjamin D. Kraff

AK Stadtentwicklung Mainz

Die wissenschaftliche Notwendigkeit, den Klimawandel einzubremsen, ist schon seit Jahrzehnten bekannt. Dennoch wendet sich die Politik zum Großteil nur kurzfristigen Zielen zu, was erforderliches Handeln langfristig noch verschärft. Ich engagiere mich bei den Scientists4Future, um eine Brücke zwischen wissenschaftlichen Fakten und gesellschaftlichen Bedürfnissen zu schaffen und den Austausch für eine schnelle sozio-technische Transformation, die alle Interessen berücksichtigt, zu fördern. Die soziale Gerechtigkeit muss dabei nicht nur zwischen heutigen Bevölkerungsgruppen, sondern vielmehr auch zwischen Gruppen unterschiedlicher Generationen sichergestellt werden.

Fachbereich: Raum- und Infrastrukturplanung (TU Darmstadt)
Spezialisierung: Nachhaltige Stadtentwicklung

Details zur Forschung: In meiner Forschung beschäftige ich mich mit Konzepten zur urbanen Transformation des Mobilitätssektors. Hierbei liegt der Fokus auf der strategischen Kombination von umweltpolitischen Instrumenten, die soziale wie auch technische Aspekte berücksichtigen und dadurch eine möglichst konfliktfreie Mobilitätswende ermöglichen.

Dr. Frank Schmidt

Website

Seit Jahrzehnten sind die Probleme der Klimakrise bekannt und dennoch handeln weite Teile der Bevölkerung und Politik nicht entschlossen genug. Oftmals habe ich das Gefühl, dass vielen gar nicht bewusst ist, was alles auf dem Spiel steht und die Klimakrise wird stattdessen als eine abstrakte Gefahr in weiter Zukunft wahrgenommen, obwohl man deutliche Auswirkungen wie das Baumsterben bereits bei einem Spaziergang im Wald mit eigenen Augen sehen kann. Als Naturwissenschaftler weiß ich, dass wir nicht mit der Physik verhandeln können und daher möchte ich Menschen informieren und zu einem Wandel anstoßen.

Fachbereich: Institut für Physik (JGU Mainz)

Jost Malczewski

Viele aktuelle Diskussionen beruhen auf Meinungen, gefühlten Fakten und hitzigen Debatten. Doch wenn wir effektiv gegen den Klimawandel vorgehen wollen, müssen unsere Maßnahmen nüchtern von fundierter Klimawissenschaft gestützt sein. Indem ich Vorträge, Diskussionen und weitere Aktionen mitorganisiere, möchte ich den öffentlichen Diskurs in eine objektivere, effektivere Richtung lenken.

Fachbereich: Wirtschaftschemie (HS Fresenius Idstein)

Dr. Franziska Teubler

Ich bin seit August 2019 bei den Scientists aktiv, da ich selbst 2019 immer noch gefragt wurde, ob der Klimawandel wirklich real ist. Daher sehe ich eine Hauptaufgabe unserer Arbeit in der Aufklärung der Bevölkerung, um das Bewusstsein in der Bevölkerung für den Klimawandel und besonders die Akzeptanz für Maßnahmen zu vergrößern.

Fachbereich: Physik der Atmosphäre (JGU Mainz)
Spezialisierung: Atmosphärendynamik

Details zur Forschung: Besonders konzentriere ich mich auf die Dynamik von Rossbywellen und blockierenden Wetterlagen. Das sind Wellen in der oberen Troposphäre – auf Flugzeughöhe – die unser Wetter in den mittleren Breiten organisieren.

Prof. Sebastian Seiffert

YouTube Kanal

Der Klimanotstand basiert auf physikalisch-chemischen Naturprinzipien, die unverhandelbar sind. Seine anthropogene Ursache jedoch sind wirtschaftlich-gesellschaftlich-politische Mechanismen, die gestaltbar sind. An der Schnittstelle von beidem sehe ich die Scientists for Future. Als Physikochemiker kann ich nicht anders, als mich genau dort zu engagieren.

Fachbereich: Chemie (JGU Mainz)
Spezialisierung: Physikalisch-Makromolekulare Chemie, Polymermaterialien zur Klima-Anpassung

Vivien Voigt

Mitarbeit am Klima-Pub-Quiz

Wir leben in einer Zeit, in der es bequemer und häufig auch günstiger ist, etwas neu zu kaufen, anstatt das alte zu reparieren. Als Wirtschaftswissenschaftlerin sollte mich das freudig stimmen, immerhin kurbelt es unsere Wirtschaftssysteme an, aber stattdessen schrillen meine Alarmglocken. Immer schneller, immer weiter, immer besser, immer neuer, und vor allem immer mehr und mehr und das zu jeder Zeit und sofort. Aber woher nehmen wir unseren Planet B, wenn Planet A diesen Konsumansprüchen nicht mehr gerecht werden kann? Ich bin der festen Überzeugung, dass das Mehr, das wir brauchen, um auch nachfolgenden Generationen ein Zuhause zu bewahren, ein ganz anderes ist: Mehr Zusammenhalt, mehr Engagement, mehr Zusammenarbeit, mehr Aufklärung und mehr konstruktive Kritik, denn nur, wenn wir Hand in Hand arbeiten, können wir den Kurs ändern.

Fachbereich: Wirtschaftswissenschaften (JGU Mainz)

Apl. Prof. Doris Vollmer

Obwohl ich Physikerin bin, hat mir erst mein Sohn die Konsequenzen des zunehmenden CO2-Anstiegs in der Atmosphäre für das Leben auf der Erde bewusst gemacht. Es geht ums Überleben von Millionen/ Milliarden von Menschen. Deshalb liegt es mir am Herzen, Menschen zu informieren. Als Physikerin ist mir auch bewusst, dass die Natur nicht mit uns verhandelt. Wir müssen und können handeln! Lasst uns die Chance ergreifen.

Fachbereich: Physik der Grenzflächen (MPI für Polymerforschung)
Spezialisierung: Beschichtungen

Niklas Litzenberger

Protokoll

Einem Jahr nach dem Pariser Klimaabkommen war ich so enttäuscht von der Regierung, dass ich nicht anders konnte, als mich für Klimaschutz zu engagieren. Wenn die sich nicht darum kümmern, dann machen wir es eben selbst!

Fachbereich: Institut für Physik (JGU Mainz)
Spezialisierung: Physikdidaktik

Details zur Forschung: Entwicklung einer neuen Forschungsmethode zur Messung dynamischer Interaktionen im Physikunterricht

Cordula Markert

Die aktuelle Zivilisation, Kultur und Wissenschaft der Menschheit konnte sich nur im Rahmen der stabilen klimatischen Bedingungen der letzten 10.000 Jahre entwickeln. Die Klimakrise bedroht daher die menschliche Zivilisation wie wir sie kennen. Auf dem aktuellen Pfad drohen Dürren, Überschwemmungen, allgemein mehr Extremwetter, und dadurch bedingt Ernteausfälle, Ressourcenkriege und Fluchtbewegungen noch nie da gewesenen Ausmaßes. Praktisch jede andere Herausforderung der menschlichen Gesellschaft, von sozialer Gerechtigkeit bis hin zur Krankheitsbekämpfung, wird schwieriger zu lösen sein, je schlimmer die Klimakatastrophe ausfällt.
Die gute Nachricht: Die wissenschaftlichen Zusammenhänge der Klimakrise sind gut verstanden. Technologien und Maßnahmen, die den CO2 Ausstoß der Gesellschaft reduzieren und uns so vor dieser Zukunft bewahren können, sind bekannt. Was es braucht, ist ein Umdenken in breiten Teilen der Gesellschaft, und ein entschiedenes Umlenken der Politik. Ich hoffe, dass das Engagement von Wissenschaftler:innen bei S4F einen entscheidenden Beitrag dazu leisten kann, der Gesellschaft die Zusammenhänge und Dringlichkeit der Klimakatastrophe bewusst zu machen, sowie realistische, konkrete Wege hin zu einer klimaschonenden Zukunft aufzuzeigen.

Dr. med. habil. Detlev Jung

Die durch den Klimawandel zu erwartenden Krisen werden weniger die heutigen Entscheidungsträger:innen als vielmehr die nachfolgenden Generationen (incl. meiner Kinder und Enkel) betreffen und voraussichtlich massiv beeinträchtigen. Die notwendigen Entscheidungen, um diese Auswirkungen möglichst gering zu halten, müssen aber jetzt getroffen, die notwendigen Maßnahmen jetzt eingeleitet werden. Im Rahmen meiner wissenschaftlichen Tätigkeit lag und liegt ein Schwerpunkt außer auf den ursprünglichen toxikologisch-immunologischen Fragestellungen auf der psychischen Verfasstheit des Menschen und der Frage, wann und unter welchen Umständen er bereit ist, Verantwortung zu übernehmen. Ebenso relevant wie im Bereich der Arbeit ist diese Frage auch im Bereich der Klimapolitik. Dass und weshalb hier trotz Erkenntnis der Notwendigkeit seit Jahrzehnten die Verantwortungsübernahme auf allen Ebenen bisher völlig unzureichend ist, muss analysiert und beim weiteren politischen Vorgehen berücksichtigt werden.

Fachbereich: Institut für Arbeits-, Sozial- und Umweltmedizin (in Rente)

Apl. Prof. Nadja Hellmann

Es ist eine gesamtgesellschaftliche Aufgabe, die klimatischen Veränderungen, die uns bevorstehen, so gering wie möglich zu halten. Dazu müssen der politische Gestaltungswille der Entscheider:innen und die Akzeptanz der Bürger:innen für die daraus folgenden Konsequenzen gestärkt werden. Hier können Wissenschaftler:innen durch das Aufbereiten und Verbreiten von Informationen beitragen, und indem sie immer wieder auf die Notwendigkeit des Handelns hinweisen. Deshalb engagiere ich mich bei den Scientists for Future.

Fachbereich: Chemie (JGU Mainz)

DU bist willkommen!

Unsere Gruppentreffen finden jeden zweiten Mittwoch um 19 Uhr online oder in Präsenz statt. Schau doch mal vorbei und werde ein Teil der Scientists for Future Mainz/Wiesbaden. Wir freuen uns über jede:n engagierte:n Wissenschaftler:in!

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